Ich fürchte mich nicht – Tahereh Mafi

Faustdaten:

  • Titel: Ich fürchte mich nicht
  • Autor: Tahereh Mafi
  • Genre: Dystopie
  • Reihe oder EB: Band 1 der „Ich fürchte mich nicht“-Reihe
  • Seitenzahl: 316
  • Preis: (gebunden) 16,99€          (*kaufen*)
  • Verlag: Goldmann
  • Perspektive: Ich-Perspektive

 

Inhalt:

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht …

(Quelle: Randomhouse)

 

Cover:

Ich mag das Cover. Besonders schön finde ich, dass das blaue Kleid in so blauen Farbsträngen (keine Ahnung wie man das benennt) übergeht. So etwas habe ich bisher noch nie auf anderen Covern gesehen. Das Mädchen wird richtig zum Blickfang.

Aber man erkennt schon leicht durch die dunklen Wolken und dem rissigen Boden, dass es sich hierbei um eine Dystopie handelt.

 

Charaktere:

Juliette:

Juliette ist besonders.

Sie hat tödliche Kräfte. Wenn sie jemanden berührt, geschieht etwas Schlimmes. Dafür wird sie verachtet und ihr ganzes Leben lang als Monster angesehen. Dabei will sie selbst niemandem wehtun und eigentlich nur helfen. Lulu: Oh die Arme!

Trotzdem ist sie seeehhr liebenswürdig, hilfsbereit und gut, obwohl sie selber in ihrem ganzen Leben keine Liebe erfahren hat, selbst nicht von ihren Eltern.

Juliette macht sich also selber die schlimmsten Vorwürfe, und dass sie 264 Tage lang in Isolationshaft ist, ist auch nicht besser für ihre Psyche.

So ist sie am Anfang sehr zurückgezogen und auf Abstand bedacht, obwohl in ihr eine ungeheuerliche Stärke schlummert.

Doch dann bekommt sie einen Zellengenossen, Adam. Und sie beginnt sich zu verändern, vertrauen zu fassen und noch vieles mehr.

Aber auch den darauf folgenden Umschwung in ihrem Leben, weg von der Isolationshaft zum Palast, verstärkt sich zunächst ihre Unsicherheit. Doch Juliette verliert ihren Glauben an eine gute und richtige Welt für die Menschen nicht, obwohl alle Angst vor ihr haben.

Adam:

Adam ist Juliettes Zellengenosse. Doch das aller wichtigste, er wird zu ihrem Freund. Er dringt langsam aber sicher durch Juliettes Mauern und gewinnt ihr Vertrauen.

Aber auch er hat ein Geheimnis. Denn in Wahrheit ist er ein Soldat und arbeitet für Warner, der Juliettes Macht ausnutzen möchte. Doch Adam wäre nicht er, wenn er nicht doch von Gut und Böse unterscheiden kann.

Er beschützt die Seinen, zu denen auch Juliette gehört. Lulu: Oh ohoh das finde ich super! 🙂 Er hilft Juliette einige große Charakterentwicklungen durch zu machen, denn er sieht sie nicht als Monster, das hat er nie getan. Er ist der erste Mensch, dem Juliette wichtig ist.

Warner:

Warner ist Adams Oberbefehlshaber und möchte Juliettes Macht im Krieg ausnutzen. Er regiert seinen Sektor mit Angst und Schrecken, nur bei Juliette lässt er ansatzweise Geduld walten und hofft, dass sie ihm freiwillig dient.

Warner stellt in diesem Band das Böse dar, aber ich glaube, an ihm ist noch mehr dran. Denn er hat echt einige Stimmungsschwankungen, die auf ein paar Fragen aufwerfenden Aussagen begründen. Ich bin auf jeden Fall noch darauf gespannt, wie er sich in den folgenden Bänden schlagen wird, denn er wird sicherlich noch ordentlich mitmischen. Schließlich erachtet er Juliette als seine rechtmäßige Partnerin oder so, um seine Macht zu festigen und zu erweitern.

 

Handlungen und Gefühle:

Man steigt sofort am 265. Tag ein und das allererste was einem auffällt, ist der Schreibstil. Der kann gewöhnungsbedürftig sein, aber ist eigentlich ziemlich genial. Denn es gibt durchgestrichene Wörter, die anzeigen, was im Untergrund mitschwingt. Also was man eigentlich sagt, aber dann doch nicht sagt.

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Auf der anderen Seite fand ich die Welt, die die Autorin genommen hat, mega gut. Denn diese Welt ist unsere nur nach einigen Natur und Amtokatastrophen. Die Welt wurde von den Menschen zerstört. Ich konnte mir auf jeden Fall alles sehr gut vorstellen und habe dem entsprechend auch sehr mit Juliette gelitten und gehofft. Sie hat meine Gefühle in Aufruhr gebracht. Auch die anderen Personen haben ihren Beitrag geleistet.

Der Autorin ist auf jeden Fall an manchen Stellen der Überraschungseffekt gelungen. Denn was da zwischendurch ans Licht kam, hatte ich so nicht erwartet. Und ich weiß auch, dass ich auf jeden Fall noch nicht alles weiß.

 

Besonderheiten:

Ich muss jetzt einfach nochmal den Schreibstil erwähnen. Denn der ist so unfassbar einzigartig. Außerdem verwendet die Autorin soooo tolle Metaphern, da stand mir zwischen zeitlich echt der Mund offen. Denn die Metaphern konnte man auf Anhieb gut verstehen und haben wie die Faust aufs Auge gepasst. Auch haben sie den Lesefluss nicht unterbrochen, also keine Angst. 🙂

 

DiesDasJenes:

Dies ist der erste Band der Reihe. Die darauffolgende heißen:

  • Rette mich vor dir
  • Ich brenne für dich

Es gibt auch noch ein paar Zwischenbände aus Warners Sicht, glaube ich.

 

Fazit:

Ich kann auch diesen Band nur empfehlen. Er ist wunderschön geschrieben und hat auch eine ziemliche Tiefe.

Lasst euch von Juliette begeistern oder einfach nur in eine sonderbare aber doch normale Welt einführen. Denn mir ist schon bewusst, dass, glaube ich, nicht jeder mit Juliette klar kommen wird. Wieso? Lest es selbst.

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Dystopische Grüße,

Franza

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2 Gedanken zu “Ich fürchte mich nicht – Tahereh Mafi

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