Ein ganzes halbes Jahr – Jojo Moyes

Faustdaten:

  • Titel: Ein ganzes halbes Jahr
  • Originaltitel: Me before You
  • Autor: Jojo Moyes
  • Genre: Roman
  • Reihe oder EB: „abgeschlossener“ erster Band einer Dilogie
  • Seitenzahl: 520 Seiten
  • Preis: 9,99€
  • Verlag: Rowohlt
  • Perspektive: Ich-Perspektive

 

Inhalt:

Lou & Will 
Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

(Quelle: Rowohlt)

 

Cover:

Das Cover ist eindeutig ein Cover für ein Jojo-Moyes-Roman. Es passt genau zu ihren anderen Romanen.

Aber es ist irgendwie auch süß, oder? So mit den Blumen und dem kleinen Vogel. Ich mag es.

 

Charaktere:

Louisa Clark (Lou):

In diesem Buch gibt es irgendwie zwei Lous. Aber ich werde euch zunächst nur eine vorstellen, schließlich ist es reizvoller jemanden ohne Vorurteile und so neu kennenzulernen. Ich nenne sie mal die Lou vor Will.

Diese Lou wohnt mit 26 noch bei ihren Eltern, ist unentschlossen ihrer Zukunft gegenüber. Man könnte fast meinen, sie versteckt sich vor der Zukunft bei ihren Eltern. Aber sie liebt ihre Familie und unterstützt diese wo sie kann. Gleichzeitig grenzt sie sich aber auch so ein bisschen ab durch ihren ausgefallenen Modegeschmack, der einfach nur toll ist.

Lou hat auch ein sehr sonniges Gemüt. Sie lacht viel, redet viel.

Aber manchmal fühlt sie sich überfordert, besonders am Anfang bei Will.

Mit der Zeit entwickelt sich Lou weiter. Dabei spielt besonders Will eine große Rolle, denn er bringt einiges ins Rollen und trietzt Lou hier und da.

Ich habe Lou gemocht, vor allem habe ich ihre Ecken und Kanten geliebt. Besonders toll fand ich auch, dass man ihre Verwandlung so gut mit erleben und nachvollziehen konnte. Sie hat sich von der „Lou vor Will“ zu der „Lou nach Will“ geändert und das wirklich positiv.

Will Traynor:

Auch bei Will lernt man unterschiedliche „Wills“ kennen. Einmal den Will vor dem Unfall, einmal den Will nach dem Unfall und einmal den Will mit Lou.

Der Will vor dem Unfall war sehr aktiv und attraktiv und lebensfroh. Er hat alles ausprobiert. Er war beliebt und glücklich und erfolgreich.

Der Will nach dem Unfall ist depressiv. Er hat seine Lebensfreude verloren und versteckt sich eigentlich nur noch in seinen vier Wänden. Er ist ein an den Rollstuhl gefesselter gemeiner, sarkastischer und einsamer Mann. Er zieht sich viel in sich selbst zurück und schweigt die Tage tot.

Aber es gibt auch den Will mit Lou. Doch über den möchte ich euch nicht soo viel erzählen, denn es ist einfach toll mitzuerleben, wie sich Will in Lous Anwesenheit verändert. Ich kann euch so viel sagen, er hat noch andere Seiten, die er ziemlich tief vergraben hatte. Es lohnt sich ihn kennenzulernen. Das auf jeden Fall.

Nebencharaktere:

Da wäre einmal Lous Familie. Ich muss leider sagen, dass ich sie nicht ausstehen kann. Ihr Opa ist noch voll okay. Den finde ich echt süß und seine Beziehung zu Lou ist auch zuckersüß.

Aber die Mutter und der Vater und ihre Schwester Treena, die mochte ich wirklich nicht. Am Anfang habe ich noch gedacht, was für eine süße Familie und wie die alle zusammenhalten, aber dann… Ich habe echt nicht verstanden, wie man manchmal so auf Lou „herumhacken“ konnte. Kann ja sein, dass es vielleicht lustig und halt seeehr sarkastisch gemeint war, aber ich fand es zwischenzeitlich einfach nur gemein. Auch wie sie Lou manchmal einfach ausgenutzt haben, vor allem ihre Schwester. Obwohl Treena auch irgendwann wieder ging, da habe ich sie schon verstanden, warum sie das gemacht hat.

Ich kann euch jetzt nicht wirklich viel mehr erzählen, sonst Spoiler. Aber ich persönlich habe die Familie nicht wirklich gemocht und war dann dementsprechend froh, dass sie nicht sooo häufig vorkam.

Dann gab es da auch noch Patrick, Lous Freund und Marathonläufer. Er war jetzt auch nicht so der Hammer. Er ist mir genau wie ihre Familie auf den Keks gegangen. Nutzt Lou aus, interessiert sich nicht wirklich für ihr Leben und so weiter.

Aber jetzt mal Schluss mit der Kritik kommen wir zu Nathan.

Nathan ist Wills Krankenpfleger und einfach nur cool. Er ist einfach cool drauf und unterstützt Lou am Anfang und später auch sehr. Er hilft ihr und Will gewaltig. Wie genau? Lesen … 🙂

 

Handlungen und Gefühle:

Das Buch war einfach nur besonders. Es war berührend, sanft, romantisch, ernst und einfühlsam. Auch hat die Autorin sehr gut recherchiert. Das hat man wirklich gemerkt.

Ich fand es wunderbar, wie sie die Beziehung zwischen Lou und Will dargestellt hat. Außerdem fand ich den Schauplatz, das Dörfchen und die Burg, sehr toll. Was nicht zuletzt an dem detaillierten Schreibstil lag.

Das Buch hat mich mit genommen. Ich habe gelacht, geweint. Ich war wütend und es hat mich zum Nachdenken angeregt. Außerdem war es nicht vorhersehbar und ich war manchmal wirklich geschockt.

 

Besonderheiten:

Die Recherche.

Ich hatte wirklich das Gefühl, die Autorin weiß, was sie da schreibt. Und das hat man nicht oft.

 

DiesDasJenes:

Dieser Teil wurde auch verfilmt, was ja nicht unbekannt ist.

Es gibt aber auch einen zweiten Teil:           Ein ganz neues Leben

 

Fazit:

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Es ist berührend, einfühlsam und einfach nur toll. Die Beziehung zwischen Lou und Will ist wirklich faszinierend. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und Eigenarten. Ich sage nur Lous Modegeschmack (den ich total feiere).

Es ist ein tolles, gut recherchiertes Buch, was zum Nachdenken anregt. Die eine oder andere Träne könnte auch fließen.

Es macht auch gar nichts, wenn man vorher den Film geguckt hat (so wie ich 🙂 ). Das Buch ist einfach nochmal eine Nummer für sich, welche verzaubert.

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Verliebte Grüße,

Franza

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2 Gedanken zu “Ein ganzes halbes Jahr – Jojo Moyes

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