Black Dagger: Phury & Cormia – J.R. Ward

Faustdaten:

  • Titel: Black Dagger – Phury und Cormia
  • Originaltitel: Lover Enshrined
  • Enthaltene dt. Bände: Blutlinien & Vampirträume (Band 11 & 12)
  • Autorin: J.R. Ward
  • Genre: Romantasy
  • Reihe oder EB: sechster Band der Black Dagger-Doppelbände
  • Seitenzahl: 768 inkl. Bonusmaterial
  • Preis: 9,99€
  • Verlag: Heyne
  • Perspektive: Erzählerperspektive mit mehreren Perspektiven

 

Inhalt:

Kann man überspringen!

Um der unglücklichen Liebe zu Bella, der Frau seines Zwillingsbruders, zu entkommen, hat der Vampirkrieger Phury es auf sich genommen, der Primal der Vampire zu werden. Als er bei seiner Amtseinführung der wunderschönen Auserwählten Cormia begegnet, hofft er, Bella endlich vergessen zu können. Doch Cormia zweifelt an Phurys Aufrichtigkeit, und schließlich muss er etwas tun, woran er in seinem ganzen zweihundertjährigen Leben noch nie gedacht hat: um eine Frau kämpfen!

(Quelle: Heyne)

 

Cover:

Das Cover ist mal wieder wunderschön und passt ganz bezaubernd zu den vorherigen Bänden. Das ist kein Wunder, aber es ist trotzdem toll, dass das Konzept durchgezogen wird. Und dabei noch so verdammt schön ist. Die Farbe der Schrift ist leider aber etwas gräulich, was meiner Meinung nach nicht besonders gut zu dem Paar passt, aber es ist dennoch okay.

 

Charaktere:

Ich habe mir vorher überlegt, wen ich alles kurz charakterisieren werden. Warum es so viele sind…dazu später mehr.

Phury:

Fangen wir mal mit Phury an. Man kennt ihn ja schon aus den vorherigen Bänden, aber ich für meinen Teil habe ihn nie richtig ins Herz schließen können. Das hat sich mit diesem Band aber eindeutig verändert. Man darf endlich einmal einen genaueren Blick in Phury hineinwerfen und lernt sehr schnell zu verstehen, warum er so ist, wie er eben ist. Vorwegnehmen werde ich Euch das nicht. Aber lasst euch gesagt sein, dass es meinen Blick ziemlich verändert hat.

Wir wissen ja, dass Phury ziemlich viel „Roten Rauch“ konsumiert. Ich hatte unterschätzt, wie abhängig er von eben diesem ist. Und wie verdammt hilflos ihn das macht. Gerade in diesem Punkt Drogen spielt Zsadist eine Rolle. Er und Phury haben auch noch einiges zwischen sich stehen, was mich ein bisschen überrascht hat, aber verständlich ist.

Man lernt eine Phury mit unfassbar vielen Schwächen kennen, sodass er gar nicht das heldenhafte an sich hat, was man sich nach Zsadist vorgestellt hat.

Aber im Endeffekt ist Phury eben doch eine sehr starke Persönlichkeit, was er kaum verbergen kann. Er ist eine Person, die sich rührend um Andere kümmert, aber gleichzeitig Angst vor tieferen Bindungen hat. Phury ist meiner Meinung nach sehr feinfühlig und sensibel. Eine künstlerische Seele, die er in sich eingesperrt hat.

Phury ist sehr komplex und alle seine Ängste mehr als nur tief ihn ihm verankert, aber gerade deswegen habe ich ihn immer lieber gewonnen.

Cormia:

Cormia war ihr Leben lang in ein Korsett gespannt gewesen, was sich jetzt gelöst hat. Sie lernt endlich richtig zu atmen und konkret lernt sie ein „normales“ Leben kennen. Und das entdeckt sie für sich.

Es ist eine zauberhafte Sache ihr dabei zuzusehen, wie sie sich ihr Charakter immer mehr formt und formt. Denn sie ist auch eine Seele, die die schönen Dinge schätzt und sich mit aller größten Freude um andere kümmert. Wer sich kümmert, der sorgt sich auch und auch das tut Cormia. Manchmal auch gegen ihren eigenen Willen.

Außerdem ist sie wahnsinnig gutherzig und freundlich. Aber, Gott sei Dank, gewinnt sie immer mehr Biss, sodass sie sich nicht hilflos herumschubsen lässt.

Anzumerken ist auch noch, dass sie einen heftigen inneren Kampf erlebt. Sie wird zwischen Sich Selbst und ihrer Pflicht hin- und her geschubst. Dementsprechend verzweifelt wirkt sie innerlich auch manchmal.

Auch sie habe ich in mein Herz geschlossen.

John:

John spielt auch in diesem Band mal wieder mit und hat einen relativ großen Anteil an der Geschichte, da er auch etwas mit Cormia zu tun hat und Phury ja sein Lehrer ist. Aber auch seine eigene Geschichte kommt voran und er somit auch.

John hat sich eindeutig zu einem Mann entwickelt, der aber noch nicht ganz weiß, wer er ist. Dennoch schlägt er sich ganz gut durch. Mit seinem guten Herzen und seinen tiefen Ängsten, kann er einem nur sympathisch sein, wie ich finde.

Qhuinn:

Ich hab ihn wirklich unfassbar doll lieb. Man bekommt einen tiefen Einblick in sein Leben, wovon ich persönlich komplett geflasht wurde. Er hatte es nicht leicht, aber hat sich zu einem bezaubernden Mann entwickelt, der alles für seine Freunde tun würde, egal was für Konsequenzen es hat. Man kann ihn also guten Gewissens als selbstlos bezeichnen, aber genau in dem richtigen Maß.

Blay:

Blay ist meinen Augen Qhuinns Gegenstück. Sie sind beste Freunde und ohne einander sind sie undenkbar, auch wenn sie mit John sehr, sehr gut befreundet sind. Sie bilden eine Einheit, in der Blay den weicheren Teil einnimmt. Er sorgt sich offen um seine Freunde und ist eher besonnen. Außerdem ist einfach ein Schatz.

 

Handlung und Gefühle:

Der Grund, warum ich euch jetzt so viele Leute charakterisiert habe und noch mehr hätte hinzufügen können, ist der: Es spielen wahnsinnig viele Leute in diesem Buch mit. Phury und Cormia sind zwar der Strang, zu dem alles wieder zurückläuft, aber sie hatten nach meinem Gefühl nicht unbedingt den allerhöchsten Anteil an der Geschichte. Damit meine ich nicht sie jeweils einzeln, sondern eher die Beiden zusammen. Mehr, als dieses Buch bietet, hatten die Beiden vermutlich auch nicht herzugeben gemeinsam, aber bei dem Titel hatte ich doch etwas mehr erwartet, wie z.B. in den Bänden davor. Oft spielt nur Cormia mit oder auch nur Phury und der jeweils andere eine indirekte Rolle. Die beiden inneren Konflikte der Personen machen ein Zusammensein wirklich schwer.

Im Grundsatz ist die Story aber mal wieder fantastisch. Ich wurde von Action nur so überrollt und ständig zum Mitfiebern gezwungen. Außerdem zum tiefergehenden Nachdenken. Und das liebe ich wirklich. Wenn ein Buch mich mir meinen Kopf zerbrechen lässt, dann muss es wirklich was hergeben.

Ich wurde zwischen panischer Angst und grenzenloser Freude hin und her geworfen, was mir mal mehr mal weniger gut gefallen hat. Je nach dem, wo wir uns gerade befanden.

Alle Handlungsstränge spielen irgendwie auf Phury und Cormia zu, aber haben dennoch ihren eigenen Anteil, der sie ganz besonders macht und mich dazu gezwungen hat überall gleichzeitig sein zu wollen. Aber ich muss sagen, dass ich niemals nicht dort sein wollte, wo mich J.R. Ward hingebracht hat. Sie hat ein geniales Gespür dafür, wann eine Story verlagert werden muss und wie sie das geschickt tun kann.

Das Buch ist lang, das ist etwas, was man wirklich nicht schönreden kann, aber man hat immer eine offene Frage oder etwas zum Daraufhinausfiebern. Somit gab es für mich keine unerträglichen Stellen, sondern eher immer nur Lust auf die nächsten Bände. Ich möchte z.B. unbedingt die Geschichte in der Qhuinn bzw. Blay mitspielt lesen. Dringend. Einfach, weil ich die Beiden so gernhabe. Aber auch auf Rhev (Phurys Dealer) ist eine Person auf dessen Geschichte ich mich sehr freue. Das kann ich jetzt noch ewig so weitermachen, weil ich mich auch sehr auf Payne, John und so weiter freue.

Das Buch hat eine verdammt gute Sogwirkung. Einmal in dieser Welt gefangen und man ist verliebt. Meistens. Die Ausarbeitung der Personen und der ganzen Story ist für mich einmalig gut, denn ich glaube, kaum einer kann das besser als J.R. Ward. Sie ist eine unglaubliche Autorin und ich liebe es ihre Anmerkung zur Entstehung des Buches zu lesen, um ihre persönliche Sicht zu erfahren.

Hach ja, ich liebe die Black Dagger einfach und dieses Buch auch.

 

Besonderheiten:

Das Bonusmaterial kriegt mich auf jeden Fall immer und immer wieder! Denn es enthält einen Steckbrief über Phury, der von ebendiesem aufgefüllt wurde. Außerdem ein Interview mit Phury, das J.R. Ward persönlich führt. Sie reist quasi als Besucher in ihre eigene Geschichte und damit in ihre eigene Welt. Ihr findet auch noch die erwähnte Anmerkung zu dem Buch bzw. zu Phury und eine Danksagung.

 

DiesDasJenes:

Ein riiiiesiges Dankeschön an den Heyne- Verlag für dieses wunderschöne Reziexemplar! ❤

 

Fazit:

Auch dieser sechste Doppelband war für mich, der die Welt der Black Dagger abgöttisch liebt, einfach nur ein Traum. Die Verstrickungen, die sich im Endeffekt ergeben haben, waren irgendwie ziemlich unschlagbar. Etwas schade ist, dass einem diese wirklich erst mit der Anmerkung der Autorin bewusst werden. Aber dennoch ist ganz klar, dass Phury in diesem Buch die Hauptperson ist und was er erreichen soll.

Die Liebesgeschichte ist vielleicht ein bisschen kurz gekommen, aber dafür gab es eben ganz viel anderes episches. Ich weise auf John, Qhuinn und Blay hin.

J.R. Ward gleicht alle Defizite, die ich diesem Buch vorwerfen könnte durch irgendwas anderes aus, sodass die Defizite nicht mehr schwer wiegen.

Dieses Buch ist auf seine Weise ein Meisterwerk und ihr müsst es alleine lesen, damit ihr die nächsten Bände auch lesen könnt.

Image318Image318Image318Image318

 

Kriegerische Grüße, 

Lulu

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s